BUNBURY

Die Theatergruppe der Kirche in Steinbek spielt
BUNBURY
oder: Über die Bedeutung Ernst zu sein
Komödie von Oscar Wilde
Was wäre, wenn man für einen Tag jemand anderes sein könnte? Jemand, der frei von den Zwängen der bürgerlichen Norm lebt?
Zwei Freunde, eine Leidenschaft: Jack führt auf dem Land ein vorbildliches Leben als Vormund seiner Ziehtochter Cecily und seinem Vergnügen geht er nach wenn er in der Stadt ist – dafür erfindet er einen Bruder namens Ernst, als der er sich dort ausgibt. Sein Freund Algernon wiederum, stets auf der Jagd nach dem nächsten ausschweifenden Abenteuer, erfindet einen kranken Freund namens Bunbury, der ihm stets eine Ausrede für Ausflüge aufs Land liefert, um den gesellschaftlichen Konventionen zu entfliehen und geheime Wünsche auszuleben. Doch als Algernon auf Jacks Landsitz auftaucht, geraten nicht nur Namen und Identitäten, sondern auch sämtliche Herzensangelegenheiten durcheinander. Denn Cecily und Algernons Cousine Gwendolen wissen ganz genau, was sie wollen: heiraten – aber nur einen Mann mit dem Namen Ernst. Und so nimmt eine wilde Komödie um Mehrdeutigkeit der Sprache, Ernsthaftigkeit, Wahrheit und Lüge ihren Lauf.
„Bunbury“ ist ein Stück voller intelligenter Dialoge, treffsicherer Pointen und satirischer Überspitzungen, das der viktorianischen Gesellschaft süffisant den Spiegel vorhält, in den 127 Jahren seit der Uraufführung aber nichts von seinem Witz und Charme verloren hat. Eine triviale Komödie für ernste Leute, bei der kein Auge trocken bleibt. Ein britischer Komödienklassiker von dem Meister des Wortspiels.
Im Anschluss findet das Gemeindefest auf dem Vorplatz der Kirche statt.
Es spielen: Jens Becker, Annett Imholz, Malte Kamph, Ulrich Kesting, Ulrike Kindervater, Johannes Meyer, Lennart Neubauer, Ruth Severin und Christiane Wegner
Regie: Lars Ceglecki | Regieassistenz: Christa Grünitz